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13 rue de la Paix

Die Pariser Adresse, die zum Synonym für Cartier wurde, der Salon an einer der berühmtesten Luxusstraßen der französischen Hauptstadt, wo Louis Cartier in den frühen Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts die kreative Identität des Hauses entwickelte.

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13 rue de la Paix ist die Pariser Adresse, die am engsten mit Cartier verbunden ist. Die rue de la Paix, die vom Place Vendôme zum Place de l'Opéra verläuft, war seit dem neunzehnten Jahrhundert eine der prestigeträchtigsten Luxusstraßen der französischen Hauptstadt, und Cartiers Salon dort positionierte das Haus im Zentrum der Pariser Schmuck- und Uhrmacherkunst. Mellerio dits Meller, das Juwelierhaus italienischen Ursprungs mit königlichen Hoflieferanten-Titeln, die bis ins Erste Kaiserreich zurückreichen, war seit 1815 an dieser Straße ansässig; Boucheron war 1893 zum angrenzenden Place Vendôme gezogen, und Chaumet würde 1907 zu 12 Place Vendôme folgen. Als Cartier 1899 bei Nummer 13 einzog, gesellte es sich zur höchsten Konzentration von Luxusjuwelieren weltweit an einer kaum 230 Meter langen Straße.

Louis-François Cartier gründete das Geschäft 1847 in der 29 rue Montorgueil, und das Unternehmen wechselte im Laufe seines Wachstums mehr als einmal die Adresse. Der Umzug in die rue de la Paix erfolgte in den späteren Jahrzehnten des neunzehnten Jahrhunderts, und von dieser Adresse aus prägte Louis Cartier in den frühen Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts die kreative Identität des Hauses. Er arbeitete mit Designern wie Charles Jacqueau und Jeanne Toussaint zusammen und lenkte die Innovationen in der Schmuck- und Uhrmacherkunst, die Cartiers internationalen Ruf begründeten.

Die Pariser Adresse blieb in den von The Cartiers abgedeckten Jahren das kreative und administrative Herz des Unternehmens. Während der deutschen Besetzung von Paris im Zweiten Weltkrieg gehörten die Räumlichkeiten in der 13 rue de la Paix zu den Orten, an denen die Spannungen dieser Zeit zu spüren waren, und von denen aus Pierre Lemarchand's Brosche mit dem Vogelkäfig, die 1942 im Schaufenster platziert wurde, ihr stilles Statement abgab.

Quellen

  • Francesca Cartier Brickell, The Cartiers (Ballantine Books, 2019), Kap. 2 („Louis, 1898–1919“) und Kap. 9 („Die Welt im Krieg, 1939–1944“)
  • Hans Nadelhoffer, Cartier: Jewelers Extraordinary (Thames and Hudson, 1984; überarbeitet 2007), zitiert S. 22, 23 u. a.
  • Wikipedia: 13 rue de la Paix

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