Cartier und Fabergé sind die zwei am häufigsten verglichenen Luxushäuser der Belle Époque. Beide bedienten überlappende Kundschaften (russische Aristokratie, europäische Königshäuser, amerikanische Industriemagnaten) und produzierten sowohl außergewöhnliche Dekorationsobjekte als auch Schmuck. Der Vergleich findet sich in Rezensionen und kritischen Schriften aus der Zeit selbst, nicht nur in späterer Forschung.
Die Unterschiede zwischen den beiden Firmen waren ebenso bedeutend wie die Gemeinsamkeiten. Fabergés Produktion konzentrierte sich auf Fantasieobjekte (die für die Familie Romanow gefertigten Ostereier, die Tiere aus Halbedelsteinen, die emaillierten Necessaires), während Cartiers Fokus auf Schmuck und dann zunehmend auf Uhren lag. Ihre ästhetischen Vorlieben waren unterschiedlich: Fabergé arbeitete weitgehend innerhalb russischer und revivalistischer Traditionen, während Cartier indische, persische, chinesische und ägyptische Einflüsse aufnahm und zu etwas Neuem rekombinierte. Beide Häuser wurden von der Revolution von 1917 geprägt, die einen erheblichen Teil ihrer gemeinsamen Kundenbasis über Nacht eliminierte.
Der Vergleich zwischen den beiden Häusern ist ein wiederkehrendes Thema in The Cartiers, und mehrere Blogbeiträge beleuchten spezifische Momente der Überschneidung oder des Kontrasts, darunter Königliche Rivalen im Smithsonian, Ein Wochenendspiel und Momentaufnahmen in der Zeit.
Quellen
- Francesca Cartier Brickell, The Cartiers (Ballantine Books, 2019), Kap. 1 („Vater und Sohn“) und Kap. 2 („Louis, 1898–1919“)
- Wikipedia: Fabergé und Cartier