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Edmond Jaeger

Der Pariser Uhrmacher, dessen Partnerschaft mit Louis Cartier einige der gefeiertsten Uhren des frühen zwanzigsten Jahrhunderts des Hauses hervorbrachte und dessen Name in Jaeger-LeCoultre weiterlebt.

· · 274 Wörter · 1 Min. Lesezeit

Edmond Jaeger (1858–1922) war ein französischer Uhrmacher und Zulieferer mit Sitz in Paris, der zu einer der Schlüsselfiguren bei der Transformation von Cartier von einem Juwelier zu einem Hersteller bedeutender Uhren wurde. Seine Arbeitsbeziehung zu Louis Cartier prägte die Uhrenproduktion des Pariser Hauses in den frühen Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts, wobei Uhrwerke von einer Qualität und Dünne entstanden, die Cartier ohne ihn nicht hätte erreichen können.

Jaegers besondere Expertise lag in der Herstellung extrem dünner Uhrwerke, eine technische Herausforderung, die Präzisionswerkzeuge und fundierte Kenntnisse von Hemmungen und Räderwerken erforderte. Louis Cartier erkannte, dass der Zugang zu diesen Uhrwerken es Cartier ermöglichen würde, Uhren von einer Exzellenz herzustellen, die dem Ruf des Hauses im Schmuckbereich entsprach. Die beiden schlossen eine Liefervereinbarung, die Cartier exklusive Rechte an bestimmten Jaeger-Kalibern einräumte, und die Zusammenarbeit wurde zentral für die Uhrenentwürfe, für die Cartier heute am meisten gefeiert wird: darunter die Santos und die Tank.

Jaegers Name lebt in Jaeger-LeCoultre weiter, der Schweizer Manufaktur, die aus der Fusion seines Betriebs mit dem Unternehmen von Antoine LeCoultre im Vallée de Joux entstand. LeCoultre hatte Jaeger schon lange mit Rohwerken (ébauches) beliefert; die formelle Allianz festigte eine Beziehung, die bereits in der Praxis bestand. Die Fusion wurde 1937, fünfzehn Jahre nach Jaegers Tod, von seinen Nachfolgern und Jacques-David LeCoultre vollzogen. Das fusionierte Unternehmen entwickelte sich zu einer der technisch bedeutendsten Uhrenmanufakturen der Schweiz und belieferte Cartier das ganze zwanzigste Jahrhundert hindurch weiterhin mit Uhrwerken.

Quellen

  • Francesca Cartier Brickell, The Cartiers (Ballantine Books, 2019), Kap. 2 („Louis, 1898–1919“) und Kap. 5 („Stones Paris: Early 1920s“)
  • Hans Nadelhoffer, Cartier: Jewelers Extraordinary (Thames and Hudson, 1984; überarbeitet 2007), zitiert S. 292, 343 u.a.

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