Die Dice Watch ist eine Cartier London Armbanduhr, deren Hauptmerkmal ihr Zifferblatt ist: ein quadratisches Feld mit vier kreisförmigen Öffnungen an den Ecken, die so angeordnet sind, dass sie die Vier-Augen-Seite eines Würfels evozieren. Die Zeiger treten aus der Mitte hervor, und die Cartier-Signatur befindet sich zwischen dem oberen Kreispaar. Das Ergebnis ist ein Zifferblatt, das als visuelles Wortspiel auf das Objekt fungiert, dem es ähnelt.
Design und Kontext
Die Uhr gehört zur Tradition exzentrischer und neuartiger Gehäusedesigns, die Cartier London Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts unter Jean-Jacques Cartier entwickelte. Diese Werkstatt produzierte eine Reihe von Uhren, bei denen Gehäuse oder Zifferblatt radikal von den Konventionen der Zeit abwichen: die Pebble verwendete eine unregelmäßige organische Form; die Crash nutzte ein verzerrtes, asymmetrisches Gehäuse; die Domino Watch baute ihre visuelle Identität aus Spielstein-Motiven auf. Die Dice Watch passt zu dieser Sensibilität, indem sie ein grafisches Konzept auf ein standardmäßiges quadratisches Gehäuse anwendet.
Die vier Kreise auf dem Zifferblatt sind ein prägendes Merkmal und das primäre Identifikationsmittel. Ihre Anordnung entspricht speziell der Vier-Augen-Seite eines Würfels, was sie von anderen Designs mit kreisförmigen Motiven unterscheidet.
Sammlerkontext
Wie andere exzentrische Cartier London Stücke nimmt die Dice Watch eine spezialisierte Position auf dem Sammlermarkt ein. Sie wird sowohl als funktionierende Uhr als auch als Beispiel für die Bereitschaft der Londoner Werkstatt gesucht, das Zifferblatt der Uhr als Fläche für visuelle Ideen und nicht nur als reines Zeitmessinstrument zu behandeln. Wie bei der Pebble, der Crash und der Domino sind der Zustand von Gehäuse und Zifferblatt sowie das Vorhandensein originaler Dokumentation die Hauptfaktoren, die den Wert beeinflussen.
Quellen
- Francesca Cartier Brickell, The Cartiers (Ballantine Books, 2019)